Kleiner Glaubenskurs Cursillo 2018

19.01.2018

Der Glaubenskurs Cursillo wurde nach dem zweiten Weltkrieg in Spanien von Priestern und Laien gemeinsam entwickelt, um Christen wieder neu für das Evangelium zu begeistern und sie besser über ihren eigenen Glauben zu informieren. Er ist für »Herz und Verstand« und findet in einer liebevollen Gemeinschaft statt mit Musik, Impulsen, Gesprächen und viel Humor. Probieren Sie es einfach aus und lassen Sie sich (neu) anstecken!

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Patenschaften für Geflüchtete

19.01.2018

Mit einer Patenschaft können Sie Familien und Einzelpersonen dabei unterstützen, sich in Hamburg zu orientieren und in der Gesellschaft anzukommen.
Gestalten Sie eine Patenschaft ganz nach Ihren Möglichkeiten und Interessen.

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Einladung zur Gemeindeversammlung

16.01.2018

Wie soll unsere Kirchengemeinde zukünftig aussehen? Wie kann sie wachsen, mehr auch jüngere Menschen anspre­chen? Was machen wir richtig gut, woran mangelt es und wo ist Raum für Veränderungen? Solche und ähnliche Fragen möchte der Kirchengemeinderat (KGR) mit Ihnen am letz­ten Februar­sonntag diskutieren.

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Fotowettbewerb: Wasser heute - Maji siku hizi

16.01.2018

Das Projekt der Marafiki, den Freundinnen und Freunden in Tansania eine zweite Quelle und damit „maji safi“ – sauberes Wasser – bereitzustellen, hat uns dazu angeregt, über unsere eigenen Erfahrungen mit diesem Element nachzudenken. Wir haben das Senioren­Adventscafé 2017 unter das Motto „Wasser des Lebens – Maji Ya Uzima“ gestellt. Der lebhafte Austausch, auch zwischen Jugendlichen und Älteren, hat gezeigt, wie unterschiedlich unsere Erfahrungen mit Wasser sind und wie sich eigene Perspektiven erweitern, wenn wir einander solche Erfahrungen mitteilen. Das wollen wir fördern.

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Blankeneser diskutieren über Kunst, Nachhaltigkeit und Mobilität

12.09.2013 | 00:00

Die innovationserprobten Blankeneser reagieren verblüfft. Die Blankeneser Kirche ist voller Kunst: aus Plastik, rostigem Eisen bis zu Second-Hand-Textilien. Nebenan im evangelischen Gemeindehaus steht links ein funktionierendes Wasserstoff-Auto, rechts ein originalgroßes eisernes Pferd mit Pedalen, das als Fortbewegungsmittel im Straßenverkehr genutzt wird, mittendrin diskutieren Experten mit dem Publikum über Kunst. "Arte susteMobile" heißt die UNESCO-geförderte Ausstellung der Blankeneser Kirche, die den Rahmen gab für die" Blankeneser Gespräche" über zeitgenössische Kunst und ökologische Nachhaltigkeit. Über 100 Exponate aus Natur- und Abfallprodukten von über 70 Künstlern aus 17 Ländern sind hier ausgestellt. Sie machen Nachhaltigkeit auf besondere Weise erlebbar, erheitern die Gemüter und provozieren heftige Diskussionen. Alte Kanister aus Plastik, Nägel, Holz und gebrauchte Kleidung werden zu edlem Design, festlichem Mobiliar, zu Scheinillusion und falscher Idylle.

"Die Kunst gibt den Menschen Visionen, in welche Richtung sie ihre Zukunft gestalten sollen", erklärte Thomas Sello in Blankenese. Der emeritierte Kunstpädagoge der Hamburger Kunsthalle und der Kurator von Arte susteMobile, Samuel J. Fleiner, diskutierten die Frage, wie die Kunst ein öffentliches Nachdenken darüber, wie Mobilität umweltfreundlich und gerecht gestaltet werden kann, befördert. "Die Kunst stellt Fragen und gibt Denkanstöße. manchmal erst auf den zweiten Blick", sagte Sello, "die Antworten müssen wir selber finden."

Originelle Ideen gebe es zuhauf, sagte der Kurator von Arte susteMobile, das sich an den italienischen Begriff: arte sustenibile (Nachhaltigkeit) anlehnt. Manche Künstler hätten sich auf ein Material der Recycling-Wirtschaft spezialisiert, zum Beispiel Plastik. "Manchmal ist dies in der Not entstanden, weil anderes Material zu teuer war. Im Laufe der Jahre wurde daraus eine sinnvolle Recourcennutzung.

Dann deutete Fleiner auf das Exponat direkt neben ihm hin, ein verkehrstaugliches Wasserstoffauto: "Es ist im Straßenverkehr zugelassen und darf mit seinen 80 km/h sogar auf der Autobahn fahren." Studenten hätten es in ihrer Freizeit gebaut, sagte der Konzeptkünstler aus Wiesbaden und zeigte großen Respekt: "Es verursacht nichts weiter als Wasserdampf und hat auf seiner Jungfernfahrt Berlin-Barcelona nur 3,3 Liter Wasserstoff verbraucht." In Blankenese hat der studierte Landschaftsgestalter kunstvolle Fahrwerke aus Naturmaterialien ausgestellt, die ohne Strom, Benzin oder umweltschädigende Batterien betrieben werden.

Die Ausstellung mit Anregungen zu umweltfreundlicher Mobilität steht in Hamburg gleich unter zweifacher prominenter Schirmherrschaft. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, freut sich über künstlerische Anregungen für nachhaltige Stadtentwicklung in der Freien und Hansestadt. Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, unterstützt die künstlerischen Anregungen zur Bewahrung der Schöpfung. Sie zitierte zur Eröffnung ein Dichterwort von André Maurois: "Kunst ist das Bemühen, neben der wirklichen Welt eine menschlichere zu schaffen."

Bis zum 30. Oktober gibt die Ausstellung über Kunst, Nachhaltigkeit und Mobilität weiteren Besuchern Denkanstöße für die Welt von morgen. Thomas Sello empfiehlt sogar, mehrmals die Ausstellung aufzusuchen: "Aufgabe der Kunst ist es, unsere Grenzen  des Handelns auszuloten. Die Beispiele machen uns bei jedem Besuch nachdenklicher. Sie machen uns Mut, unsere eigenen Gedanken zu entwickeln."

Cornelia Strauß

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