Kirche und Digitalisierung

15.04.2018

Kirche und Digitalisierung, das ist kein Selbstläufer, aber auch kein Gegensatz. Zahlreiche Initiativen und Debatten zeigen: Man ist unterwegs. Meinungsstark, vielfältig, mitunter kontrovers, experimentierfreudig und einfallsreich - gut protestantisch digital. (lesen Sie weiter)

Willkommen im Björnsohnweg!

28.03.2018

Anfang Mai 2017 wurde mit dem Bau des von Fördern & Wohnen betriebenen Pavillondorfes am Björnsonweg begonnen. Im Laufe der kommenden Wochen werden dort die ersten von insgesamt 192 Geflüchteten willkommen geheißen.

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Halte den Koffer bereit!

23.03.2018

Manch einer kennt ihn aus der Schwangerschaft: den Notfallkoffer. Auch für ältere Menschen ist er eine gute Idee, denn im Falle eines Falles muss es oft sehr schnell gehen. Gut, wenn dann alle wichtigen Unterlagen, Bedarfsgegenstände und Kontaktinformationen griffbereit sind oder unkompliziert abgeholt werden können! Daniela Santema und die Zeitstifter bieten an, einen solchen Koffer vorzubereiten.

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Ein Jahr Gemeinde hilft! Zeitstifter

23.03.2018

„Mein Wunsch als 80-jährige Single-Frau bleibt es, Kontakte zu Menschen aus verschiedenen Generationen zu pflegen. Meine Familie lebt im Ausland. Da bin ich dankbar und froh, dass mich seit einigen Monaten Zeitstifter besuchen.“

So wie Frau T. freuen sich auch viele andere Blankeneserinnen und Blankeneser über diese Initiative der Gemeinde. Seit nunmehr einem Jahr verschenken Ehrenamtliche einen Teil ihrer Zeit an Mitmenschen – jede/r auf eigene Weise und in selbstbestimmtem Maß. Langfristige Besuchspatenschaften oder Kurzeinsätze auf Anfrage und nach Bedarf: Alles ist möglich und vieles wird gebraucht.

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Das Ja Gottes

01.02.2009 | 15:18

Klaus-Georg Poehls

Liebe Gemeinde,
unser Besuch in Lupombwe, von dem wir einen kleinen Einblick bekommen haben von Luca und gleich noch bekommen werden von Roberta, hat Spuren hinterlassen.

Das Lied „Bwana, u sehemu yangu“ ist zu einem Ohrwurm für mich geworden, und das erste Mal seit langem kein lästiger, kein durch stundenlanges Akkordeonspielen auf dem Marktplatz ins Gehirn eingefräster, sondern ein willkommener. Wir haben das Lied bei Pastorin Meyer in Lupila gelernt, als ein erster Regen für kurze Zeit die Sandpiste unbefahrbar gemacht hatte, und wir nicht sofort nach Lupombwe zurückkehren konnten.
Es wurde viel gesungen während unserer Tage in Lupombwe, Iduda, Kisasatu und Mbalace  - das letzte der fünf Dörfer, Ludololelo, konnten wir nicht besuchen - und ich habe mich immer gefragt, warum mich der Gesang so berührt.
Ich glaube, es war das Gefühl von Gemeinschaft, das beim  Singen entstand, aber vor allem wohl, so kam es mir vor, war es die Echtheit. Was da gesungen wurde, das wurde auch geglaubt. Es kam aus den meist bitteren Erfahrungen des Alltags und zugleich aus der Freude an Gott.
Das hat mit Idylle nichts zu tun; ich erinnere mich an ein junges Mädchen in einem der Schulchöre, die für uns sangen. Es hatte ein kleines Kind in einem Tuch auf dem Rücken. Schwester oder Bruder dachte ich. Weitgefehlt: es war das eigene Kind, und das  Kind, das seine Mutter war, war vergewaltigt worden. Kein Einzelfall in unseren Dörfern.

Bwana, u sehemu yangu. / Rafiki yangu, Wewe; / Katika safari yangu / nitembee na Wewe; - „Herr, mein Teil, mein Freund, auf meinem Lebensweg möchte ich mit Dir wandern.“

Es muss für die Menschen in Lupombwe wie hier für uns ein Ja Gottes geben. Ein Ja, das sich eingeflüstert hat, hörbar oder spürbar war, ein Ja, das mich Gott wie meinen Freund sehen lässt, wie einen Teil von mir, auf den ich nicht verzichten kann. Mit diesem Ja fängt Glaube an und dieses Ja bewirkt Partnerschaft im Glauben.
Es ist das schönste Wort, das wir haben, es ist das gütigste und barmherzigste Wort. Ein Wort, das sich ausbreiten will, wie der Himmel sich ausbreitet, das mit den Wolken zieht.

Für uns Christen wurde dieses Ja Gottes in Jesus, dem Christus, zur Wirklichkeit. Er lebte es und brachte es zu den anderen, vor allem zu denen, die unter dem Nein der Menschen lebten. Und er selbst stieß auf das Nein von Eigennutz, Machtmissbrauch und Feindschaft. Das Ja Gottes drohte, mit Jesus am Kreuz zu sterben. Die Antwort Gottes auf das Nein der Menschen aber war und blieb wieder und wieder ein Ja des Lebens und der Liebe.

In diesem Ja erkenne ich immer wieder mein Nein zu Gottes Liebe und Gottes Willen, so wie ich in der so großen Gastfreundschaft unserer Partner meine kleine Gastfreundschaft entdeckte, in ihrer so großen Freundlichkeit meine Unfreundlichkeit, in ihrer Hoffnung meinen Kleinglauben, in ihrem Singen mein Brummen oder Krächzen.

Afrika lebt unter dem Nein der Welt; es ist abgeschrieben, aufgegeben als hoffnungsloser Fall. Der Kampf gegen den Terrorismus hat Unsummen von Geld verschlungen. Der Kampf gegen Aids, gegen Hunger, gegen eine lebenszerrüttende Armut ist dagegen ein müdes Abwinken der Weltgemeinschaft. Der Sonderbeauftragte des UNO-Generalsekretärs für Aids hat noch 2006 von einem Massenmord durch Gleichgültigkeit gesprochen.

„Herr, mein Teil, mein Freund, auf meinem Lebensweg möchte ich mit Dir wandern.“
Weitab vom Weltgeschehen, schwer erreichbar und hochgelegen in den Livingston-Mountains liegen die Dörfer unserer Partnergemeinde. Mit ihnen sind wir vereint unter dem Ja Gottes. Gleichgültigkeit ihrem Leben gegenüber würde das Ja Gottes durchstreichen. Und doch nehmen wir sie nicht ernst genug, wenn wir in ihnen lediglich Menschen sehen, die unsere Hilfe brauchen.
Wir hatten das Glück zu erfahren, wie viel diese Menschen uns geben können an Freundschaft, an Hoffnung und Zuversicht, an Lebensfreude und Glauben. Davon möchten wir Ihnen gern am kommenden Mittwoch mehr zeigen. Immer wieder haben wir es dort gehört: Tupo pa moja – wir sind eins, wir gehören zusammen. In den Glauben an Gott, unser Teil und unseren Freund, gehören unser Schwestern und Brüder von Lupombwe, Kisasatu, Iduda, Mbalace und Ludololelo.

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